Prof. Dr. med Eva Peters
Über mich
Mein besonderes Anliegen ist es, Stress verständlich zu machen. Dieses Anliegen
verfolge ich als Wissenschaftlerin genauso wie als Ärztin und Psychotherapeutin.
Meine berufliche Tätigkeit vereine ich mit den Aufgaben und Herausforderungen eines
Familienmitgliedes in einer modernen Patchworkfamilie.
Aktuell leite ich das Psychoneuroimmunologie Labor an der Klinik für Psychosomatik
der Justus-Liebig Universität in Giessen und unterrichte Psychoneuroimmunologie und
Psychodermatologie an der Universitätsmedizin-Charité in Berlin sowie an zahlreichen
Weiterbildungsinstituten. Außerdem betreue ich privatärztlich Patient:innen mit einem
breiten Spektrum an Erkrankungen, bei denen psychosoziale und körperliche
Belastungen zusammen wirken.
Ich habe mich hierfür auf drei Wegen qualifiziert: durch eine Habilitation in der
Stressforschung im Fach Psychoneuroimmunologie, durch einen Facharzt für
Dermatologie und Venerologie und durch einen Facharzt für Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie (Tiefenpsychologie). Außerdem habe ich verschiedene
Zusatzqualifikationen erworben und bin u.a. Neurodermitis- und Urtikaria Trainerin,
Psychoonkologin und in der Weiterbildung zur systemischen Therapeutin.
Aktivitäten in wissenschaftlichen Fachgesellschaften
Ich vertrete die Fächer Psychoneuroimmunologie, molekulare Psychosomatik und
Psychodermatologie in wissenschaftlichen Fachgesellschaften:
- Ich bin Sprecherin des Arbeitskreises Psychosomatische Dermatologie
(AkPsychDerm) in der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie (DDG) in der
Nachfolge von Prof. Uwe Gieler - Ich bin Mitglied im Executive Comitee der European Society of Dermatology and
Psychiatry (ESDaP) - Ich bin Mitgründerin und Sprecherin der Arbeitsgruppe molekulare
Psychosomatik (AG MolPsych) in der Deutschen Gesellschaft für
Psychosomatische Medizin (DGPM) gemeinsam mit Prof. Nicolas Rohleder - Ich bin Sprecherin des Arbeitskreises Neuroendokrinoimmunologie in der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF) in der Nachfolge u.a.
meines Doktorvaters Prof. Ralf Paus und gemeinsam mit PD Dr. Jana Nätlitz - Über ein Jahrzehnt war ich Sprecherin des Arbeitskreises
Neuroendokrinoimmunologie (AKNEI) der Deutschen Gesellschaft für
Immunologie (DGFI) in der Nachfolge von Prof. Manfred Schedlowski
Beruflicher Werdegang
Wissenschaftlich, didaktisch und klinisch habe ich u.a. als Wissenschaftliche
Mitarbeiterin in der Endokrinologie an der Boston University, USA, in der
Biomedizinischen Forschung an der Bradford University, UK, und in der Hautklinik
der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf gewirkt, bevor ich 2000 mit meinem
ersten eigenen, durch die Deutsch Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten,
Forschungsprojekt zu Stress und Neurodermitis an die Klinik für Psychosomatik und
Psychotherapie der Universitätsmedizin-Charité gewechselt bin.
Hier konnte ich auch ein Habilitationsstipendium im Rahmen des Rahel Hirsch
Förderprogrammes einwerben, das es mir erlaubt hat, auch während der
Miterziehung unserer beiden Patchworkkinder und während den Schwangerschaften
und Geburten unserer drei gemeinsamen Kinder meine wissenschaftliche und
klinische Weiterbildung trotz zahlreicher Wiederstände fortzusetzen. Jetzt sind alle 5
Kinder erwachsen und auf ihrem eigenen guten Weg.
Neben der Humanmedizin studierte ich einige Semester Philosophie, Politik und
Theaterwissenschaften an der Freien Universität und an der Humboldt Universität in
Berlin und war Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Übung am Phantom“,
die Ausstellungen, Seminare und Filmreihen zu Genderthemen u.a. in den
Kunstwerken Berlin und mit der Philosophin Prof. Judith Buttler durchführte.
Publikationen und Entwicklung von Leitlinien für die Behandlung komplexer Gesundheitszustände
Seit 1997 veröffentliche ich im Team mit Mitarbeitenden und Kolleg:innnen
sogenannte wissenschaftliche Originalarbeiten, also Arbeiten zu deren experimentell
erworbenen Erkenntnissen ich durch eigene Arbeit beigetragen habe.
Mit dem Stand Ende 2024 habe ich 86 Originalarbeiten erstellt, 56 Übersichtsarbeiten
und Kongressberichte sowie zahlreiche Buchbeiträge in einschlägigen Lehrbüchern wie
„Psychosomatik: Neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert, ein Lehr- und
Handbuch“ oder „Uexküll, Psychosomatische Medizin“.
Wieviel Einfluss wissenschaftliche Arbeiten haben, wird meist über den sogenannten
Impact-Faktor oder den Hirsch-Index ermittelt. Mein kumulativer
Gesamt-Impact-Faktor lag laut ISI Web of Knowledge mit Stand Ende 2024 bei 530
Impactpunkten und mein Hirsch-Index laut Google Scholar bei 59.
Meine interdisziplinären Erkenntnisse bringe ich u.a. in die Leitlinienentwicklung der
Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (kurz:
AWMF) ein: Ich bin Initiatorin der S3-Leitlinienentwicklung „Psychosomatische
Dermatologie“, die auf die langjährig bewährte S1 Leitlinie folgt, an der ich ebenfalls
mitgearbeitet habe. Außerdem bin ich Mitautorin der Leitlinien für
„Long-/Post-COVID“, „Neurodermitis“, „Prävention von Allergie und Asthma“ sowie
„Trans-Gesundheit“.
Schwerpunkte meiner Arbeit
Stein für Stein baue ich in Wissenschaft, Lehre und klinischer Aktivität seit meiner
Approbation als Ärztin 2001 auf der grundlegenden Erkenntnis auf, das toxischer
und damit krank machender Stress immer Folgen sowohl für die körperliche als
auch für die seelische Gesundheit hat.
Damit kann Hilfe und wirksame Behandlung auch immer aus körperlicher und
seelischer Richtung gemeinsam kommen. Integrierte Versorgung bietet meiner
Überzeugung nach die besten Möglichkeiten auch langwierige und komplexe
Krankheitsprozesse zu verbessern. Hochwissenschaftliche Abhandlungen und
Lehrbuchtexte sind allerdings oft nur für Angehörige von Fachkreisen mit
langjähriger akademischer Ausbildung verständlich. Übersetzung ist gefordert.
Diese Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Stressforschung ist mir
ein besonderes Anliegen, vor allem in der Aufklärung und Psychoedukation von
Patient:innen, in der Weiterbildung von Nachwuchsärzt:innen und
Psychotherapeut:innen, und auch in der Öffentlichkeitsarbeit. So habe ich zum
Beispiel kürzlich ein Buch gemeinsam mit dem bewährten Sachbuch- und
Romanautor Edgar Rai geschrieben: „Stress verstehen“, das im Verlag H.C. Beck
erschienen ist und Stress in allgemeinverständlichen Worten an den Mann und an
die Frau bringen soll.
Therapeutische Ziele
Vor dem Hintergrund meiner Ausbildung in Psychosomatik, Dermatologie und
Psychoneuroimmunologie und meiner langjährigen beruflicher Erfahrung biete ich
ein umfangreiches Wissen und Behandlungsmöglichkeiten in Bezug auf
Erkrankungen an, bei denen psychische und somatische Faktoren zusammen
kommen. Mein therapeutischer Schwerpunkt beruht auf einem
tiefenpsychologisch-fundierten und damit psychodynamischen Verständnis von
Erkrankungen, in das auch systemische Elemente und psychoneuroimmunologisches
Wissen einfließen.
Mir ist es wichtig, Menschen, die zu mir kommen, insbesondere solche mit hoher
psychischer Belastung im Zusammenhang mit Haut-, Krebs- oder
Stoffwechselerkrankungen, in ihrer Komplexität ganzheitlich zu verstehen und
daraus mit ihnen gemeinsam einen Behandlungsansatz zu entwickeln.
Krankheit und Überforderung sind oft Hinweise auf seelisch-körperliches
Ungleichgewicht. Mit Hilfe psychoneuroimmunologischer Kenntnisse können wir
dieses Ungleichgewicht inzwischen gut beschreiben. In besonderen
Lebenssituationen, bei Lebenskrisen und Konflikten, und bei herausfordernden
körperlichen und seelischen Veränderungen macht es Sinn, dem Gefühl, dass
Symptome ständig zu nehmen und der Hilflosigkeit, die dieses Gefühl oft begleitet,
entgegenzutreten. Ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen, kann helfen, die
Situation zu beleuchten und eventuell weitere Schritte zu unternehmen.
Leistungsspektrum Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Wenn Sie sich dafür entscheiden, mit mir Kontakt auf zu nehmen, würden wir zunächst
ein bis drei privatärztliche Beratungsgespräche vereinbaren. In diesen Erstgesprächen
werden wir über Ihr Anliegen sprechen, darüber, woran Sie leiden, und wie Ihr es in Ihre
aktuelle Lebenssituation und ihre Lebensgeschichte eingebettet ist.
Um zu klären, wie Ihr Anliegen diagnostisch einzuordnen ist, können weitere Termine
und Fragebogenbefragungen folgen und bei Bedarf werden fachübergreifende
Untersuchungen veranlasst werden. Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche
Therapiemöglichkeiten für Ihr Anliegen erfolgversprechend sind. Es ist sehr wichtig, das
wir bei diesem Prozess eng zusammen arbeiten.
Meine Schwerpunkte in der therapeutischen Beratung und Behandlung sind:
- Psychoedukation zu psychoneuroimmunologischen Krankheitszusammenhängen
- Entspannungsverfahren
- Psychosomatische und stützende Gespräche
- Einzelpsychotherapie (tiefenpsychologisch-fundiert)
- Ggf. medikamentöse Behandlung
Bitte rufen Sie vor der Kontaktaufnahme bei ihrer privaten Krankenversicherung an und
erkundigen Sie sich nach Ihren Versicherungsbedingungen.
Und was wissen wir über Stress?
Über Stress wissen wir inzwischen sehr viel. Der Begriff ist zwar noch jung und wurde
– so wie wir ihn heute kennen – erst Mitte des letzten Jahrhunderts geprägt. Die
letzten dreißig Jahre haben jedoch eine Flut spannender und aufschlussreicher
Forschungsarbeiten geliefert, die die Mechanismen von Stress sehr genau aufzeigen.
Heute wissen wir, dass ein Übermaß an Stress krank machen kann, die richtige Dosis
zusammen mit Erholungsphasen kann uns aber auch trainieren, mit Stress gut
zurecht zu kommen.
Wie das Räderwerk der körperlichen und der seelischen Reaktionen auf Stress
ineinander greift, kann im Detail allerdings ganz schön kompliziert sein und es ist vor
allem von Mensch zu Mensch, von Situation zu Situation verschieden.
In einer sicheren therapeutischen Beziehung findet sich der Raum, herauszufinden,
welcher Stress wirkt und was hilft.
Und was ist eigentlich Psychosomatik?
Das Fach Psychosomatik bringt das Wissen um körperliche Krankheiten und seelische
Krankheiten zusammen. Psychosomatische Behandlung ist daher oft eine multimodale,
das heißt, sie nutzt von der heilenden Kraft des gesprochenen Wortes über die des
kreativen Ausdrucks bis zu Bewegung, Ernährung und Schlaf alle Möglichkeiten, die
gerade im Zusammenspiel chronische und komplexe Krankheitszustände verbessern
können.
Oft wird psychosomatisch allerdings missverstanden. Findet sich in Labor oder
Bildgebung kein Befund, der eine eindeutige körperliche Diagnose liefert, ist das Leid oft
groß und damit auch die Not von Behandelnden, etwas anbieten zu können, was hilft.
Dann entsteht bei Betroffenen manchmal der Eindruck, das Krankheit eine entweder
oder Frage ist: entweder sie ist körperlich, dann hilft ein Medikament, eine Operation
usw., oder sie ist seelisch, dann wird man darauf verwiesen, dass Psychotherapie oder
Psychopharmakologie helfen kann.
In der Psychosomatik geht man davon aus, dass Seele und Körper nicht zu trennen sind
und das sie immer gemeinsam in die Behandlung einbezogen werden wollen. Seelische
Belastung kann körperliche Symptome hervorrufen, zum Beispiel durch eine veränderte
Stressreaktion. Körperliche Veränderungen bringen immer auch seelische Prozesse in
Gang, zum einen durch die seelische Belastung, die sie verursachen, zum anderen durch
molekular-toxischen Veränderungen im Rahmen von Entzündung oder
Stoffwechselbelastungen, die ganz direkt auf seelische Prozesse einwirken. Eine
moderne personalisierte Medizin berücksichtigt beide Perspektiven.
Psychodermatologie: ein Beispielfach um Körper-Hirn, Psyche-Soma Interaktionen zu verstehen
Die Haut an der Grenze zwischen Körper und Umwelt ist ein besonders wertvolles
Organ, wenn es darum geht, zu verstehen, wie seelische und körperliche Prozesse
ineinander greifen.
Hier treffen nicht nur die chemischen, physikalischen und
biologischen Herausforderungen aus der Umwelt auf unsere körperlichen
Kapazitäten den oxidativen Stress von UV-Licht oder den Entzündungsstress eines
Keims abzuwehren.
Sie kommuniziert gleichzeitig nach innen und nach Außen
Gefühle, Wohlbefinden, sozialen Status, Alter und vieles mehr.
Kontakt
Prof. Dr. med. Eva Peters
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie
Neurodermitis- und Urtikariatrainerin
Psychoonkologin
Psychoneuroimmunologin
E-Mail:
info@evapeters.com
Aktuell biete ich privatärztliche Beratungstermine im online Format an.
Um einen Termin bei mir zu vereinbaren, möchte ich Sie bitten, sich dazu zunächst
per Email bei mir mit Ihrem Anliegen anzumelden. Bei freien Kapazitäten klären
wir ggf. erste Fragen telefonisch.
Impressum & Datenschutz
Angaben gemäß § 5 TMG:
Prof. Dr. med. Eva Peters
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie
Urbanstrasse 116, Aufgang 6
10967 Berlin
Deutschland
E-Mail:
info@evapeters.com
Kammerzugehörigkeit
Ärztekammer Berlin
Friedrichstr. 16
10969 Berlin
http://www.aerztekammer-berlin.de/
Gesetzliche Berufsbezeichnung
Ärztin
Staat der Verleihung der Berufsbezeichnung
Verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Berufsrechtliche Regelung
Berufsordnung für Ärzte, zu finden auf www.baek.de
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Prof. Dr. med. Eva Peters
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